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Donnerstag, 9. November 2017

Der Regenbogen


Bereits im Kunst- und Physikunterricht lernen wir, dass weißes Licht alle Farben enthält. Isaac Newton war der erste Mensch, der dies beweisen konnte, in dem er das Licht brach.
Durch genau so einen Bruch entsteht auch der uns bekannte Regenbogen.

Jede Farbe hat unterschiedliche Wellenlängen. Unsere Augen nehmen diese Wellenlängen auf und bilden daraus die Farben, die wir sehen. Rot ist dabei ein langwelliges Licht, wogegen Violett kurzwellig ist.

Da es die Regenbogen bereits vor Isaac Newton gab, kamen in der vorherigen Zeit einige Mythen auf. Beispielsweise dachte man in Irland, dass
der Leprechaun am Fuße eines Regenbogens seinen Goldschatz versteckt hat. Bei den Griechen dagegen war ein Regenbogen die Brücke zwischen Himmel und Erde, auf der die Göttin Iris reiste.

Mittlerweile weiß man, dass der Regenbogen gar keinen Fuß haben kann, denn der Regenbogen ist ein Kreis, der sich um den Antisolarpunkt bildet. Der Antisolarpunkt ist der Punkt, der auf der genau gegenüberliegenden Seite der Sonne steht. Da uns die Erde im Weg ist, können wir nur einen Teil des Kreises sehen - also nur einen Bogen. Je näher die Sonne am Horizont ist, desto größer erscheint uns der Regenbogen.

Doch um einen Regenbogen sehen zu können, brauchen wir vorerst die richtige Position. Dafür brauchen wir die Sonne im Rücken und vor uns die Regenwand. Und jetzt kommt ein weiteres Phänomen, denn jeder Mensch sieht nicht den gleichen Regenbogen wie ein anderer. Selbst wenn man nebeneinander steht, wird das niemals funktionieren. Das liegt daran, dass der Winkel des Lichtbrechung sich verändert hat, weil der neben uns bereits in einem anderen Winkel zur Sonne steht. Zudem kommen noch die unterschiedlichen Sehfähigkeiten eines einzelnen dazu.

Was allerdings bei allen gleich ist, ist der Fakt, dass kein Mensch dazu fähig ist wirklich alle Farben des Regenbogens zu erkennen. Die Bereiche die wir unterscheiden, sind in den sieben Spektralfarben aufgeteilt: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett.

Doch zwischen den einzelnen Farben stehen noch Mischfarben, deren Unterschiede so fein sind, dass wir diese nicht erkennen können. Außerdem gibt es am äußeren roten Bereich noch das für uns unsichtbare infrarot Licht und am äußeren violetten Bereich, dass für uns unsichtbare ultraviolette Licht.

Was wir allerdings alle erkennen können, wenn wir darauf achten würden, ist, dass der Himmel zwischen Regenbogen und Erde heller ist, als über dem Regenbogen. Das hat auch etwas mit der Lichtbrechung der Wassertropfen zutun.

Etwas, was ebenfalls durch die Lichtbrechung der Wassertropfen entstehen kann, sind Nebenregenbögen zu einem Hauptregenbogen. Diese entstehen, wenn das Licht in den Wassertropfen mehrmals gebrochen wird. Die Nebenregenbögen sind immer blasser als der Hauptregenbogen und weisen eine umgekehrte Farbreihenfolge auf. Die oberste Farbe ist also nicht mehr Rot sondern Violett.

Wer glaubt, dass man Regenbogen nur am Tag sehen kann, der irrt, denn es gibt noch den sogenannten Mondregenbogen, auch Moonbow genannt. Er ist selten zu sehen und dann auch nur bei einem klaren Nachthimmel. Der Moonbow kann kurz vor oder während einer Vollmondnacht entstehen, dafür wird das Licht nicht von der Sonne sondern vom Mond gebrochen. Aber auch der Moonbow weist die gleichen Farben wie der Regenbogen aus. Da wir allerdings in der Dunkelheit die Farben nicht so gut sehen können wie am Tag, erscheint uns der Mondregenbogen in weiß.

Obwohl Weiß alle Farben enthält, kann der Regenbogen eine Farbe niemals zeigen: Magenta.
Bei Magenta handelt es sich um eine rotblaue Farbe. Da die Farben Rot und Blau bei einem Regenbogen zu weit auseinander liegen und demnach keine Schnittstelle besitzen, können sie sich nicht zu Magenta mischen.
Da der Regenbogen für die Menschenmehrheit etwas Positives ist, wird der Regenbogen auch gerne mit anderen Wörtern kombiniert. Hier einige Beispiele und Erklärungen dazu:

Regenbogenfahnen

Es handelt sich dabei um Fahnen in Regenbogenfarben. Dazu gibt es in der Geschichte viele verschiedene Verwendungen.
- Einst war es die Flagge der Inkas.
- Ab dem 20. Jahrhundert gilt die sechsfarbige Regenbogenfahne als Zeichen für die Homosexualität.
- Die siebenfarbige Regenbogenfahne mit einem „Peace“ Aufdruck, gilt heute international als Symbol der Friedensbewegung.


Regenbogenfamilie

So werden Familien bezeichnet, bei denen Kinder mit zwei gleichgeschlechtlichen Partnern als Familie zusammenleben.
Jährlich wird weltweit am ersten Sonntag im Mai der „International Family Equality Day“ (= Internationale Tag der Regenbogenfamilien) gefeiert. Der Name leitet sich von den Regenbogenfahnen ab.


Regenbogenpresse

Dabei handelt es sich um illustrierte Wochenzeitschriften, welche inhaltlich häufig auf Klatsch und Tratsch basieren, also Themen zum Adel und dem Showgeschäft.

Regenbogenreihe

Bei dieser Reihe handelt es sich um eine Kinderbuchreihe der DDR, die zwischen 1972 und 1981 hergestellt wurde. Diese wirtschaftsorientierten Taschenbücher waren für Kinder ab 10 Jahren gedacht.

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