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Freitag, 16. März 2018

14. März ~ Tag des Pi (mit Pie-Rezept)

Hello again,

da am Mittwoch, den 14.03.2018, das Pi 30 Jahre alt wurde und auch noch ein trauriger Vorfall geschah, dachte ich, es wird Zeit sich damit auseinanderzusetzen.

Was ist Pi? Wo kommt es her und wieso überhaupt?


Pi ist die Kreiszahl. Sie definiert das Verhältnis des Kreisumfangs
zu seinem Durchmesser. Die Größe des Kreises spielt dabei keine Rolle.
Die Zahl Pi wird meist nur wie folgt angegeben: 3,14159265359, dabei geht sie noch ewig weiter in einer Zahlenreinfolge, die sich nie wiederholt. Rechnet man ohne Taschenrechner, wird für die Rechnung mit Pi meist nur 3,14 verwendet.

Bereits 2000 Jahre vor Christus suchte man bereits nach dieser magischen Zahl. Die Ägypter kamen mit einem Wert von 3,16 sehr nah an die Zahl heran.
Die erste richtige Herleitung konnte dann etwa 200 v. Chr. der Mathematiker und Physiker Archimedes machen. Deswegen wird Pi auch als Archimedes-Konstante bezeichnet.

Kunst und Entertainment


Es gibt tatsächlich einiges, womit man Pi an seinem Ehrentag feiern kann. Es ist übrigens kein Zufall, dass Pi seinen Geburtstag am 14. März feiert. Physiker Larry Shaw hat den Pi-Day 1988 eingeführt. Da im englischen das Datum andersherum geschrieben wird als in Deutschland, entstand sofort März, der 14te.

Zum dreißigsten Geburtstag von Pi hat sich der Cronut-Erfinder Dominique Ansel einen Pie ausgedacht, um diese Zahl würdig zu feiern. Das es ein Pie wurde, lag eventuell auch daran, dass Pi im englischen genauso wie das Wort Pie ausgesprochen wird.
Ob das alles Zufälle waren? Denn in einem klassisch runden Pie findet man Pi ebenfalls wieder. ;-)

Bevor ich jetzt zum Rezept komme, welches ich selbstverständlich probieren musste, kommen hier nochmal ein paar Entertainment-Vorschläge um Pi zu ehren:
Der Film PI von Darren Aronofsky

Der Film Life of Pi von Ang Lee
Dem deutschen Musiker Prinz Pi
Der Song Pi von Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi
Der Song Pi von Kate Bush
Man startet mit dem Pi-Sport - bei dem es darum geht, sich so viele Nachkommerstellen von Pi zu merken.

Der Pi-Birthday-Pie


 
Wie schon erwähnt - ich habe ihn nachgebacken. Da für mich alleine ein ganzer einfach nicht essbar gewesen wäre, habe ich nur einen Drittel der Zutaten benutzt. Wer das Rezept nachmachen möchte kann aber dennoch sicher sein, dass es für zwei Personen reicht. (Den Rest habe ich nämlich eingefroren für spätere Zeiten. ;-))

Ich habe es ein wenig abgewandelt, als ich merkte, dass ich einige Zutaten doch nicht Zuhause parat hatte. Meine Alternative habe ich in Klammern dahinter gesetzt.

Für den Teig:1 1/3 Cup Mehl
0,5 EL Zucker
1/3 TL Salz
1 Pack ungesalzene Butter
1/5 Cup (= 50 ml) kaltes Wasser

Das wird alles zusammen zu einem Teig verknetet und anschließend geteilt. Beide Teighälften rollt man zu einem Ball und wickelt sie separat in Frischhaltefolie. Die Bälle müssen dann etwa 1 Stunde im Kühlschrank erkalten.
In der Zwischenzeit kann man mit der Apfel-Füllung weitermachen:2,5 Äpfel (ich esse nur Greeny Smith)
1/9 Teil Butter (ich nahm 1 gehäuften EL Margarine)
1 EL Maisstärke oder Speisestärke
2 EL Brauner Zucker (ich nahm Rohrzucker)
1 EL Whiskey (ich nahm braunen Rum)
1/3 Cup Apple Cider (ich nahm einen fruchtigen Weißwein)
1 Prise Muskat
1/2 TL Zimt
1 Prise Meersalz
In einer Schüssel wird die Stärke mit dem Zucker, Muskat, Zimt und Meersalz vermischt.
Die Äpfel habe ich vom Gehäuse entfernt, in kleine Scheiben geschnitten und anschließend ordentlich in den trockenen Zutaten in der Schüssel gemischt. Die Äpfel sollten gut damit eingerieben sein.
Anschließend habe ich eine Auflaufform genommen und die Äpfel dort reingeschüttet.
Die Mutter habe ich in der Mikrowelle etwas schmelzen lassen und dann mit dem Rum und dem Wein gemischt. Die Masse wird dann über die Äpfel gegeben und alles zusammen in der Auflaufform für ca. 30 Minuten in den Ofen bei 180 °C gekocht.

Zwischendurch immer mal wieder umrühren, damit alle Apfelstücke etwas zerkochen. Je nachdem wie bissfest man es mag, lässt man es länger oder kürzer kochen.
Parallel kann man die Karamell-Sauce vorbereiten:2/3 Cup Zucker
4/5 Cup Konditorsahne (ich nahm 200 ml Schlagsahne mit 30 % Fett)
1,5 EL Sirup (statt Ahornsirup habe ich zu einem Rübensirup gegriffen)
1/6 Cup brauner Zucker (ich nahm Rohrzucker)
1/2 TL Meersalz

Alle Zutaten habe ich in einen Topf gegeben und auf dem Herd beim ständigen Rühren (damit nichts am Boden anbrennt) aufgekocht. Die Masse wird nach einiger Zeit fester. Als es eine dickflüssigere Konsistenz hatte, habe ich den Herd runtergedreht und noch solange darauf stehen lassen und gerührt, bis die Masse nicht mehr hochkochte.
Anschließend habe ich die Sauce zum Auskühlen in eine Metallform gegossen.

Die Äpfel wurden zwischenzeitlich fertig und auch diese habe ich aus dem Ofen geholt und zum Abkühlen hingestellt.

Als alles auf Raumtemperatur war, habe ich eine Springform eingefettet (weil ich keine Pieform besitze) und den ersten Teig dünn ausgerollt und vorsichtig in der Form verteilt. Wichtig ist, dass er nirgendwo einreißt und wirklich auch der Rand gut bedeckt ist, da der Kuchen sonst  nicht hält.
Zu dick darf der Teig aber auch nicht ausgerollt werden.
Wer mag kann wie ich die Form nochmal in den Kühlschrank stellen, damit der Teig wieder etwas fester wird. (Ich hatte das bereits gemacht, als die anderen Zutaten noch beim Abkühlen waren.)

Dann habe ich eine Schicht Äpfel in der Form verteilt, etwas Karamell-Sauce darüber gegossen und nochmal eine dünne Schicht Äpfel darüber.

Bevor es nun in den Ofen kommt, nimmt man sich den anderen Teigball und rollt ihn aus. Nun ist eigene Kreativität gefragt. Ich habe ganz klassisch einfach Streifen daraus geschnitten und sie im Netzmuster auf meine Apfelschicht gelegt.
Normalerweise zerschlägt man jetzt noch ein Ei, verquirlt es und streicht die obere Teigschicht nochmal damit ein. Das habe ich allerdings vergessen. Geht also auch ohne.

Den Kuchen habe ich auf mittlerer Stufe bei 200 °C etwa 30 Minuten gebacken, bis der Teig goldbraun war.
Als er noch warm war, habe ich noch etwas Karamell-Sauce über ihn verteilt und dann komplett erkalten lassen.

Ich muss wirklich zugeben, er schmeckt FABELHAFT!
Und ich bin sehr zufrieden mit meinem allerersten Pie.



Kommen wir nun zu der traurigen Nachricht vom 14. März 2018.
Denn wieder hat uns ein Genie verlassen - Stephen Hawking.
Genauso wie Albert Einstein (der an diesem Tag übrigens ebenfalls seinen Geburtstag feiert, wie Pi), ist Hawking im Alter von 76 Jahren verstorben.
Der Physiker hat viel zu unserer Welt beigetragen und hat nur nie einen Nobelpreis gewonnen, weil man seine Theorien nicht beweisen konnte. Dafür gewann er zahlreiche andere Auszeichnungen durch seine Arbeit.

Da mich seine letzten Worten sehr berührt haben, habe ich sie in einem selbst fotografierten Bild eingearbeitet, um diese weisen Worte mit dir zu teilen.


Dieses Foto entstand in meinem Geburtsort Geesthacht, als ich bei meinem Vater und meinen Großeltern zu Besuch war. Der Regenbogen war tatsächlich so zu sehen - als schöner Halbkreis.
 
 
Ich glaube daran, dass Genies von uns gehen, damit auf der Welt Platz für neue Genies ist.
Bleib neugierig, erweitere deine Horizonte und verwirkliche deine Träume.

Deine Sassy


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