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Mittwoch, 20. Dezember 2017

Adventskalender #20 - Christbaumschmuck

Letztes Mal Bergfest vor Weihnachten. Na, schon alle Geschenke besorgt und eingepackt? Viel Zeit bleibt jetzt nicht mehr und in zwei Tagen werden die Geschäfte wieder voll sein.

Da wahrscheinlich auch der Baum bereits auf dem Balkon oder der Terrasse bereit steht, gibt es heute mal ein Know How zum Christbaumschmuck, damit man beim Schmücken ein wenig klugscheißen kann. Wer freut sich nicht über solche Leute? 😌


Der erste Christbaumschmuck bestand hauptsächlich aus essbaren Dingen, wie z.B. Gebäcke wie Lebkuchen oder aus Zuckermasse, Marzipan oder Obst.

Da es damals noch keinen industriellen Schmuck gab, wie wir ihn heute kennen, haben die Familien den Schmuck meist für jedes Jahr neu hergestellt, so dass auch vergoldete Nüsse ihren Weg an dem Baum fanden.

Bereits vor dem 19. Jahrhundert bastelte man aus farbigen Papier und Karton Figuren oder Ketten, die man ebenfalls an den Baum hing. Ab dem 19. Jahrhundert wurde sowas dann auch industriell hergestellt und konnte somit käuflich erworben werden - auch als Bausatz, den man anschließend selber Zuhause fertigstellte.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden den langsam Glaskugeln hergestellt, was sich nur langsam verbreitete. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden dann Kugeln aus Kunststoff beliebt, da sie nicht so schnell zerbrachen.

Während viele heute auf klassische Motive und besonders auf weihnachtliche Motive zugreifen, war es früher Sitte unweihnachtliche Motive hinzuhängen. Dort hingen eher Motive, die einen persönliche erfreuten, wie Spielzeug, Tiere usw.
Das was uns aus heutiger Sicht wie kurios oder extravagant vorkommt, war früher ganz normal.
Bis zum 17. Jahrhundert trugen die Bäume zudem noch keine Kerzen. Erst ab dem 17. Jahrhundert fing der Adel an ihre Bäume mit Kerzen zu verfeinern. Da der Adel damals so angesehen war, wie die Promis heute, verbreitete sich der Brauch auch bei den Bürgern, die sich allerdings das damals teure Bienenwachs nicht leisten konnte. So kam es, dass die sich Kerzen aus Talg selber machten, welcher in Walnusshälften gegossen wurde.

Frage: Kennst du die auch noch? Die selbstgemachten Walnusskerzen? Manchmal werden die im Kindergarten oder der Schule zusammen mit Lehrern gebastelt. Natürlich dann nicht mehr mit Talg, sondern aus geschmolzenen Teelichtern.
Und zum Schluss darf natürlich das Lametta nicht fehlen, welches am Anfang nur in Silber hergestellt wurde. Das hatte den Grund, weil das Lametta ein Symbol für Eiszapfen war. Später kam dann das goldene Lametta dazu.

Wer Lametta nicht mag und dennoch die Eiszapfen symbolisch am Baum haben möchte, kann auch auf Bänder oder Schleifen zurückgreifen.

Ich hoffe, du hast wie ich wieder etwas dazu gelernt.

Bleib neugierig,
Deine Sassy

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